#1

Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 19:10
von David Anderson • 23 Beiträge
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#2

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 19:29
von Elizabeth Davis • 59 Beiträge

Ich war erst seit ein paar Tagen wieder zurück in New York und hat diese damit verbracht, mich einzurichten und mit alten Freunden und Bekannten Kontakt aufzunehmen. Zumindest mit allen bis auf einen: David. Ich hatte in den vergangenen zwei Jahren so oft versucht ihn zu erreichen und war es irgendwann Leid gewesen, von ihm abgeblockt zu werden oder mir seine Ausreden anzuhören, weshalb er gerade keine Zeit hatte. Auch meine Geduld hatte Grenzen.
Das hieß jedoch nicht, dass ich mir nicht Sorgen um ihn gemacht hätte. Im Gegenteil. Einer meiner ersten Besuche nach meiner Ankunft, hatte seinen Eltern gegolten. Sie waren diejenigen von denen ich mir erhofft hatte zu erfahren, wie es ihm ging. Viel hatten sie mir auch nicht sagen können, außer dass David jetzt in der Firma seines Vaters arbeitete und umgezogen war. Seine neue Adresse hatten sie mir direkt gegeben.
Jetzt stand ich vor der geschlossenen Tür seines Apartments und starrte auf den Klingelknopf. Bis vor einer halben Stunde war ich so fest davon überzeugt gewesen, dass ich ihn besuchen musste. Alleine schon um mir selbst ein Bild von seinem Gemütszustand zu machen. Jetzt wo ich aber hier stand, hatte mich der Mut verlassen. Was sollte ich sagen? Was wenn er nicht öffnete oder noch schlimmer, mir die Tür vor der Nase zu knallte? Vielleicht ist er ja auch nicht da und du zermaterst dir unnötig den Schädel
Ich seufzte und fuhr mir durch die blonden Haare. Was machte ich mir so einen Kopf? Das Schlimmste was passieren könnte, war wie gesagt dass er mich gar nicht sehen wollte. Das wäre ziemlich verletzend aber nichts neues für mich, wenn man mal ehrlich war. "Also scheiß was drauf." murmelte ich und drückte auf den Klingelknopf.


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#3

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 20:01
von David Anderson • 23 Beiträge

Leise grummelnd lief er den Flur entlang direkt zur Tür seines Apartments. Warum genau hatte er nochmal gehofft, seine Eltern würden ihn endlich in Ruhe lassen und sehen, dass er auch allein zurecht kam? Mittlerweile kannte er den Grund dafür nicht mehr, sodass er die Tür öffnete und bereits seine Lippen öffnete um ihnen zu sagen, dass sie gern wieder gehen konnten als er erkannte, dass es nicht sie waren, die ihm einen Besuch abstatteten.
Im ersten Moment brauchte er einen Moment um die Person zu erkennen, die da direkt vor seiner Tür stand denn Beth hatte sich ziemlich geändert. Wahrscheinlich war sie sogar noch hübscher als vorher, auch wenn er das nicht wirklich beurteilen konnte. Allerdings war es verwunderlich, dass ausgerechnet sie vor seiner Tür stand, nachdem er eine ganze Weile nichts von ihr gehört hatte. Woher wusste sie, wo er wohnte? "Was machst du denn hier?" fragte er sie schließlich verwundert und blieb noch immer an der Tür stehen. Glücklicherweise musste sie ihn nun nicht mehr dazu zwingen, aus seinem Loch herauszukommen, denn es ging ihm besser als noch bei ihrer letzten Begegnung.

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#4

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 20:14
von Elizabeth Davis • 59 Beiträge

Ich hatte fast nicht erwartet, dass sich die Tür wirklich öffnen würde und war auch kurz davor, auf den Absatz kehrt zu machen und wieder zu gehen. Doch da öffnete sie sich tatsächlich und David stand im Türrahmen. Auch er hatte sich ziemlich verändert, zwei Jahre waren eben eine lange Zeit. Doch er sah überraschend gut aus. Ja, überraschend. Denn in meinen schlimmsten Vorstellungen war es immer eine deprimierte Alkoholleiche gewesen, die mir die Tür öffnete. Ich war unfassbar erleichtert, dass dem nicht so war, auch wenn ich in seinen Augen lesen konnte, dass er immer noch trauerte. Aber etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Auch ich dachte jeden Tag an Ashley und ihn jetzt vor mir zu sehen, trieb den ganzen Schmerz wieder hoch und es bildete sich ein Kloß in meinem Hals.
Er war der erste, der das Wort ergriff und wieder einmal war ich froh. Er sagte mir immerhin nicht, dass ich mich verziehen sollte...noch nicht.
"Ich...ähm..." ich räusperte mich. "Ich wollte sehen wie es dir geht. Deine Eltern haben mir gesagt, dass du umgezogen bist und da dachte ich...ich komme mal vorbei und...sehe nach dir." Ich musterte ihn noch einmal um auf jegliche Gefühlsausbrüche seinerseits vorbereitet zu sein, bevor ich unsicher fragte. "Darf ich rein kommen?"


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#5

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 20:41
von David Anderson • 23 Beiträge

Zur Alkoholleiche würde er bestimmt nicht werden, denn er mochte den Geschmack von dem Zeug nach wie vor nicht. Selbst nach der Sache war er nicht auf den Geschmack gekommen und das würde sich auch nicht ändern. Doch auch so kam er nun besser mit der Sache klar als noch bei ihrem letzten Treffen. Wahrscheinlich hätte er ihr noch vor einem Jahr die Tür direkt wieder vor der Nase zugeknallt, da sie ihn einfach zu sehr an Ashley erinnerte; an die Zeiten, die sie zusammen verbracht hatten und die Dinge, die sie getan hatten. Doch heute freute er sich, sie zu sehen. Zumindest im Moment noch. Ein ganz kleines bisschen Hoffnung bestand noch, dass sie ihn nicht wie ein rohes Ei behandeln würde und alle zehn Minuten nachfragte wie es ihm ging so wie es seine Eltern taten. Allerdings war Beth schon immer anders gewesen, sodass er seinen Blick auf ihr ruhen ließ.
"War ja klar. Wahrscheinlich hätten sie dich sogar angerufen oder nach dir gesucht damit du auf mich aufpassen kannst", erwiderte er augenverdrehend und stutzte einen Moment. "Haben sie doch nicht, oder?" Wenn doch, dann sollte er sich am besten gleich eine neue Identität zulegen und irgendwo anders hin verschwinden nur um seine Ruhe vor ihnen zu haben. Allerdings sah sie nicht danach aus, als hätte man sie geschickt um ihn zu beschatten. Bei ihrer Frage überlegte er einen kurzen Moment. Wollte er Gesellschaft haben? Sie war sein erster Besuch seit einer ganzen Weile, doch was konnte schon so schlecht daran sein? Die Präsentation würde er auch später noch fertig machen können. Aus diesem Grund zog er kurzerhand die Tür ein Stück weiter auf und trat zur Seite. "Komm rein."

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#6

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 20:57
von Elizabeth Davis • 59 Beiträge

Es fühlte sich für mich an, als müsste ich eine halbe Ewigkeit auf eine Reaktion warten, doch in Wirklichkeit waren es nur wenige Augenblicke. Als er meinte, seine Eltern hätten mich geschickt, hob ich eine Augenbraue und sah ihn fast schon skeptisch an.
"Danke dass du das denkst. Eigentlich war es meine eigene Idee. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht, auch wenn du dir redlich Mühe gegeben hast mich zu ignorieren."
Damit wäre der einzige Vorwurf, den ich im machte auch raus. Ich hatte immer vollstes Verständnis gehabt, dass er Zeit für sich brauchte, doch als er sich noch nach einem Jahr so eingeigelt hatte, war dieses Verständnis immer mehr abhanden gekommen. Jetzt war ich eigentlich nur noch verletzt und es störte mich auch nicht, wenn er das erfuhr. Nein. Ich würde ihn ganz sicher nicht mit Samthandschuhen anfassen. Er war ja nicht der einzige, der einen geliebten Menschen verloren hatte. Auch wenn man sagen konnte, dass eine Liebesbeziehung und eine Freundschaft nicht gleich zu bewerten waren. Für mich gab es da keine nennenswerten Unterschiede.
"Ich bin auf eigene Faust zu deinen Eltern gegangen um sie nach dir zu fragen. Von dir kam ja nichts." fügte ich noch hinzu, bevor mein Blick wieder versöhnlicher wurde und ich auf seine Bitte hin dankend eintrat.


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#7

RE: Eingangsbereich

in David Anderson 18.09.2014 21:18
von David Anderson • 23 Beiträge

Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.
Diese paar Worte hatte er in den letzten Monaten beinahe täglich gehört und immer wieder erfolgte dieselbe Antwort, allerdings nicht heute. Er wusste nicht warum, aber er hatte eine gewisse Ahnung, dass er Liz nichts würde vormachen können, sodass er schließlich antwortete: "Ich komm schon klar." Normalerweise antwortete er in diesen Momenten mit einem Es geht mir gut. obwohl so gut wie jeder wusste, dass es gelogen sein würde. Allerdings ging es ihm mittlerweile wirklich besser als noch vor einiger Zeit, das musste er sich eingestehen.
David konnte sich denken, dass sie sauer auf ihn war weil er sich nicht gemeldet hatte doch sie wusste genauso, dass er seine Gründe dafür gehabt hatte. Nach dem Unfall wollte er mit niemandem mehr sprechen und hatte damals im Krankenhaus sogar jeglichen Besuch untersagt. Damals hatte er sich gewünscht, er wäre mit ihr gestorben doch heute war er auf eine Art und Weise auch froh, dass er es nicht war. Er wusste nun, wie sich seine Eltern fühlen würden wenn es auch ihn nicht mehr gäbe und das wollte er ihnen nicht anhaben.
"Ich hatte meine Gründe dafür", erwiderte er nur auf ihre Worte hin und schloss die Tür anschließend wieder, nachdem sie drinnen war. Mit einer lockeren Handbewegung deutete er in Richtung Wohnzimmer. "Da lang."

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